Richtlinien und PraxisPreventing and managing incidents
1.4.1 Erste Hilfe
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Überblick
Für alle Schulausflüge müssen angemessene Erste-Hilfe-Vorkehrungen getroffen werden. Der erforderliche Umfang der Erste-Hilfe-Maßnahmen hängt von der Art des Ausflugs, der Umgebung und den durchgeführten Aktivitäten ab.
Bei jedem Besuch muss mindestens eine verantwortliche erwachsene Person mit ausreichenden Erste-Hilfe-Kenntnissen, einem geeigneten Erste-Hilfe-Kasten und der Möglichkeit, qualifizierte Hilfe zu kontaktieren, anwesend sein.
Erste-Hilfe-Ausrüstung
Für Routineeinsätze im städtischen Umfeld reichen grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Umständen aus. Dazu gehören allgemeine Lebenserfahrung oder ein kurzer Einführungskurs, beispielsweise eine Schulung in grundlegenden Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Bei weiter entfernten Standorten, Hausbesuchen oder risikoreicheren Aktivitäten kann Personal mit höherer Erste-Hilfe-Ausbildung erforderlich sein.
Der Besuchsleiter und der Koordinator für Bildungsbesuche (EVC) sollten bei der Entscheidung, welches Niveau an Erste-Hilfe-Kompetenz erforderlich ist, die Umgebung und die Aktivitäten berücksichtigen.
Frühkindliche Bildungsphase (EYFS)
Bei Besuchen von Kindern im Vorschulalter muss mindestens ein Mitarbeiter über einen gültigen Erste-Hilfe-Schein für Kinder verfügen.
Die Mitarbeiter müssen bei Bedarf auch in der Lage sein, auf Englisch Notfallhilfe anzufordern.
Erste-Hilfe-Leistung während der Besuche
Auch wenn nicht jeder Besuch einen vollqualifizierten Ersthelfer erfordert, muss stets angemessene Unterstützung zur Verfügung stehen.
Bei der Leitung eines Besuchs sollten Sie Folgendes beachten:
- Grundlegende Erste-Hilfe-Kenntnisse besitzen.
- Wissen, wie man den Erste-Hilfe-Kasten benutzt
- Bei Bedarf Zugang zu zusätzlicher medizinischer Hilfe haben.
Bei Fernüberwachung müssen die Teilnehmer eine zuverlässige Möglichkeit haben, Hilfe zu kontaktieren und geeignete Erste-Hilfe-Ausrüstung mit sich führen.
Notfallmedikamente
Einige Teilnehmer benötigen möglicherweise während der Besuche bestimmte Medikamente.
- Teilnehmer mit Anaphylaxie-Risiko sollten zwei Adrenalin-Autoinjektoren mit sich führen.
- Teilnehmer mit Asthma sollten ihr Notfallinhalationsgerät mitführen.
- Einrichtungen können Ersatzinhalatoren oder Adrenalin-Autoinjektoren für den Notfalleinsatz in der Schule und außerhalb des Schulgeländes vorhalten, sofern entsprechende Verfahren vorhanden sind. Dies sollte bei der Risikobewertung berücksichtigt werden.
Medikamente müssen deutlich gekennzeichnet, haltbar bis zum angegebenen Datum, sachgemäß gelagert und für das Alter des Teilnehmers geeignet sein. Die Einwilligung der Eltern ist für die Verabreichung von Medikamenten, auch von rezeptfreien, erforderlich.
Gesundheitliche Aspekte
Sie sollten sich während der Besuche der möglichen Gesundheitsrisiken bewusst sein.
Leichtere Beschwerden wie Sonnenbrand, Insektenstiche, Kopfschmerzen, Schnittwunden oder Erkältungen können mit einer einfachen Behandlung behoben werden. Mitarbeiter sollten sich jedoch auch schwerwiegenderer Erkrankungen wie einer Sepsis bewusst sein und bei Auftreten von Symptomen umgehend ärztlichen Rat einholen.
Bei Auslandsreisen sollten Sie sich über die örtlichen Bestimmungen bezüglich Arzneimitteln informieren und sicherstellen, dass gegebenenfalls Rezepte vorliegen.
Aufzeichnung und Berichterstattung
Jegliche Erste-Hilfe-Maßnahmen, die während eines Besuchs geleistet werden, müssen gemäß den Richtlinien Ihres Arbeitgebers dokumentiert und gemeldet werden. Dies kann das Ausfüllen von Unfallberichten und die Einhaltung von Meldepflichten, wie beispielsweise nach RIDDOR, umfassen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich beraten.
Umweltgefahren
Sie sollten sich über Umweltgefahren und deren Bewältigung im Klaren sein. Dazu gehören beispielsweise:
- Insektenstiche und -bisse
- Pflanzenstiche
- Verbrennungen oder leichte Verletzungen
- Zeckenbisse
Vorbeugende Maßnahmen, Leitlinien und lokale Empfehlungen sollten gegebenenfalls befolgt werden.
Bei Auslandsreisen können zusätzliche Risiken wie giftige Tiere, Tollwut, durch Insekten übertragene Krankheiten oder giftige Pflanzen bestehen. Sorgfältige Vorbereitung und Aufmerksamkeit können helfen, diese Risiken wirksam zu minimieren.
Links zu weiterführenden Informationen:
- Die nationalen OEAP-Richtlinien finden Sie unter https://oeapng.info
- 4.4b Erste Hilfe
- 4.4d Medikamente
- 60 Häufig gestellte Fragen: Allergien und Anaphylaxie
- 7.2a Sepsis
- 7.2e Bisse und Stiche