Besuchsarten

4.16 Auslandsexpeditionen

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Überblick

Auslandsexpeditionen beinhalten Reisen oder Arbeiten in Umgebungen, die größere Herausforderungen oder Risiken bergen als jene, die im Vereinigten Königreich üblicherweise anzutreffen sind. Dies kann Reisen in abgelegene Regionen, Entwicklungsländer oder anspruchsvolle Naturräume wie Gebirge, Wüsten, Dschungel, Gletscher oder Meeresgebiete umfassen.

Diese Erfahrungen bieten zwar wertvolle Lernmöglichkeiten, erfordern aber sorgfältige Planung, erfahrene Führung und ein solides Risikomanagement.

Die Grenze zwischen einem normalen Auslandsbesuch und einer Expedition ist nicht immer klar. Beispielsweise gilt ein Kulturbesuch in einer europäischen Stadt üblicherweise als normaler Auslandsbesuch, während Reisen in abgelegene Gebiete, die Selbstversorgung oder anspruchsvolles Gelände erfordern, als Expedition eingestuft werden können.

Bei Unklarheiten sollten Sie sich Rat von Ihrem Berater für Bildungsbesuche einholen.

Anforderungen an Anbieter

Auslandsexpeditionen sollten im Normalfall von einem erfahrenen Expeditionsveranstalter durchgeführt werden.

Zum Zwecke der Zulassung müssen Anbieter entweder:

  • Besitzen Sie ein aktuelles Qualitätsabzeichen für Lernen außerhalb des Klassenzimmers (LOtC) oder
  • Füllen Sie ein Anbieterprüfungsformular/eine Anbieterprüfungserklärung aus und legen Sie einen Nachweis über die Einhaltung der britischen Norm BS 8848:2014 vor, oder
  • Füllen Sie ein Anbieterformular aus und legen Sie einen Nachweis über die Einhaltung der Richtlinien für Auslandseinsätze (Ausgabe 4) vor.

Sofern der Anbieter nicht über das LOtC-Qualitätssiegel verfügt, sollte diese Richtlinie bereits in der Angebotsphase überprüft werden, um sicherzustellen, dass die Mindeststandards erfüllt werden.

Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Schulen Folgendes berücksichtigen:

  • Klare Bildungsziele
  • Angemessene Herausforderung und Fortschritt für die Teilnehmer
  • Nachweise für sichere Praktiken und Erfahrungen
  • Rezensionen via kaddi.com
  • Gesamtwert und nicht nur die Kosten

Gesundheits- und Sicherheitsstandards

Soweit möglich, sollten die Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen für Auslandsexpeditionen den in Großbritannien geltenden Standards entsprechen.

Sollte dies aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich sein, müssen angemessene Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Wesentliche Unterschiede in den Standards sind den Eltern und Teilnehmern klar zu erläutern.

Grundprinzipien

Alle Auslandsexpeditionen sollten nach mehreren Grundprinzipien geplant werden:

  • Klare Bildungsziele, unterstützt durch eine Risiko-Nutzen-Analyse
  • Ein einziger, klar verantwortlicher Expeditionsanbieter
  • Teilnehmer und Führungskräfte, deren Kompetenz und Erfahrung für die Aktivität geeignet sind
  • Robuste Notfallplanung und Notfallverfahren
  • Vollständige Einwilligung der Eltern, einschließlich medizinischer und gesundheitlicher Informationen

Führung und Planung

Die Kompetenz des Führungsteams ist der wichtigste Faktor für die Durchführung einer sicheren Expedition.

Führungskräfte sollten gemeinsam Folgendes demonstrieren: [darstellen als Block von 6 Eigenschaften?]

  • Erfahrung der Umgebung und des Geländes
  • Angemessene technische Führungskompetenzen
  • Sprachliche oder kommunikative Fähigkeiten, sofern relevant
  • Geeignete Erste-Hilfe- oder Fernbehandlungsschulung
  • Die Fähigkeit, in schwierigen Situationen fundierte Entscheidungen zu treffen
  • Notfallmanagement

Auslandsexpeditionen erfordern oft 12 bis 24 Monate Vorbereitungszeit. Die Planung kann Risikobewertungen, Teilnehmerschulungen, Versicherungsabschlüsse, Reisedokumente, interkulturelle Kompetenz, Impfungen, Fitnesschecks und Umweltaspekte umfassen.

Sorgfältige Vorbereitung trägt dazu bei, dass Expeditionen für alle Teilnehmer sichere, verantwortungsvolle und lehrreiche Erlebnisse darstellen.

Links zu weiterführenden Informationen: