Besuchsarten

4.4 Bauernhofbesuche

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Überblick

Bauernhofbesuche bieten wertvolle Lernerfahrungen, erfordern jedoch eine sorgfältige Planung, um Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu minimieren. Die Landwirtschaft ist in Großbritannien gemessen an der Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle der gefährlichste Wirtschaftszweig.

Landwirtschaftliche Betriebe sind Arbeitsumgebungen, und Tiere tragen naturgemäß Mikroorganismen, die auf den Menschen übertragen werden können. Diese Zoonosen können gesundheitsgefährdend sein. Obwohl die Erkrankung schwerwiegend verlaufen kann, ist das Risiko gering, wenn sinnvolle Hygienemaßnahmen, klare Anweisungen und angemessene Aufsicht gewährleistet sind.

Pädagogischer Wert
[Falls wir aus Platzgründen kürzen müssen, kann der gelbe Teil weggelassen werden. Bitte vermerken Sie jedoch im Layout, dass er nicht enthalten ist.]

Besuche auf Bauernhöfen helfen Schülern zu verstehen, woher Lebensmittel kommen, wie Tiere gehalten werden, wie die Natur aussieht und wie ein Bauernhof im Laufe des Jahres funktioniert.

Sie können das Lernen in vielen Bereichen des Lehrplans unterstützen und dazu beitragen, das Bewusstsein für Folgendes zu entwickeln:

  • Tierschutz
  • Umweltverantwortung
  • Nahrungsmittelproduktion
  • Ländliches Leben und saisonale Veränderungen

Die Exkursionen bieten den Schülern auch die Möglichkeit, Natur und Landwirtschaft hautnah zu erleben.

Auswahl eines geeigneten Bauernhofs

Nach Möglichkeit sollten landwirtschaftliche Betriebe das Qualitätssiegel „Lernen außerhalb des Klassenzimmers“ (LOtC) besitzen, das bestätigt, dass angemessene Bildungs- und Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Besitzt ein landwirtschaftlicher Betrieb nicht das LOtC-Qualitätssiegel, sollten Sie Nachweise über geeignete Standards einholen, beispielsweise alternative Akkreditierungen wie CEVAS (Countryside Educational Visits Accreditation Scheme) oder verlässliche Empfehlungen. Ein Prüfformular bzw. eine Erklärung für Anbieter kann verwendet werden, um diese Sorgfaltspflicht zu dokumentieren.

Bei Besuchen auf bewirtschafteten Bauernhöfen, die nicht regelmäßig Gruppen empfangen, kann eine zusätzliche Planung erforderlich sein, da unter anderem folgende Gefahren bestehen können:

  • Landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge
  • Vieh- und Tierhaltungsbereiche
  • Silos, Schlammbecken oder Lagunen
  • Unebenes/instabiles Gelände oder landwirtschaftliche Gebäude
  • Öffentliche Wegerechte durch das Gelände
  • Mitarbeiter, die nicht überprüft, erfahren oder für die Arbeit mit Kindern geschult sind

Gesundheitliche Aspekte

Neben beispielsweise E. coli und Cryptosporidium können weitere potenzielle Risiken die Weil-Krankheit (verursacht durch kontaminiertes Wasser) und die Lyme-Borreliose (durch Zeckenbisse) sein.

Diese Risiken lassen sich durch gute Hygienepraktiken, angemessene Kleidung und klare Anweisungen beherrschen.

Eltern und Betreuer sollten Informationen erhalten über:

  • Die Art des Besuchs
  • Was Sie anziehen/mitbringen sollten
  • Wie Hygienerisiken gehandhabt werden
  • Symptome, auf die nach dem Besuch zu achten ist, und was zu tun ist

Mitglieder Ihrer Gruppe, die schwanger sind oder schwanger sein könnten, sollten den Kontakt mit Tieren vermeiden, die gebären oder vor Kurzem geboren haben.

Planung und Vorbereitung

Ein Vorabbesuch wird empfohlen, um die Einrichtungen, Sicherheitsvorkehrungen und Notfallpläne zu überprüfen. Sie sollten Folgendes bestätigen:

  • Ausreichende Handwasch- und Toilettenmöglichkeiten sind vorhanden.
  • Die Essbereiche sind klar von den Tierbereichen getrennt.
  • Gefährliche Stoffe und Chemikalien werden gesichert
  • Der landwirtschaftliche Verkehr und die Maschinen werden ordnungsgemäß verwaltet.
  • Die Mitarbeiter des Bauernhofs sind für die Arbeit mit Kindern geeignet.
  • Bereiche, die gesperrt sind

Die Reiseleiter sollten eine angemessene Risikobewertung durchführen und die Teilnehmer über Verhalten, Hygiene und geeignete Kleidung informieren.

Während und nach dem Besuch

Die Teilnehmer sollten während des gesamten Besuchs sorgfältig beaufsichtigt werden.

Gute Hygiene ist unerlässlich. Essen und Trinken sind während der Besichtigung des Bauernhofs nicht gestattet. Vermeiden Sie es, sich ins Gesicht zu fassen.

Die Schüler sollten sich gründlich die Hände waschen:

  • Nach dem Berühren/Füttern von Tieren
  • Vor dem Essen oder Trinken
  • Bevor wir den Bauernhof verließen

Falls sich jemand nach dem Besuch unwohl fühlt, insbesondere mit Symptomen wie Übelkeit oder Durchfall, sollte ärztlicher Rat eingeholt und der Bauernhof darüber informiert werden, dass kürzlich Kontakt mit Tieren stattgefunden hat.

Links zu weiterführenden Informationen: