Risikomanagementgeneral RA

2.1 Risikomanagement für Bildungsreisen

Version v3 ·

Warum das wichtig ist

Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Planung und Durchführung von Bildungsreisen. Es geht darum, den pädagogischen Nutzen einer Reise gegen die damit verbundenen Risiken abzuwägen.

Risiken lassen sich nie vollständig ausschließen, sollten aber auf ein vernünftigerweise praktikables Minimum reduziert werden, sodass die Teilnehmenden dennoch einen wertvollen Lerneffekt und eine Bereicherung durch die Erfahrung erzielen können. Sollte der Besuch stattfinden, muss das verbleibende Risiko für Ihre Schulleitung und Ihren Arbeitgeber tragbar sein.

Effektives Risikomanagement vereint sorgfältige Planung, das Bewusstsein für sich verändernde Bedingungen und die Erfahrung kompetenter Führungskräfte.

Der Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement bei Besuchen umfasst zwei eng miteinander verbundene Elemente.

Risikobewertung
Die Risikobewertung umfasst die Identifizierung wesentlicher Gefahren, die mit der Umgebung, der Aktivität und/oder den beteiligten Personen verbunden sind. Führungskräfte bewerten anschließend das Risikoniveau und legen geeignete Kontrollmaßnahmen fest.
Umsetzung von Kontrollmaßnahmen
Kontrollmaßnahmen müssen sowohl vor als auch während des Besuchs umgesetzt werden. Kompetente Führung ist unerlässlich, um Gefahren zu erkennen, Kontrollmaßnahmen wirksam anzuwenden und Pläne an veränderte Umstände anzupassen.

Schriftliche Risikobewertungen dokumentieren die Ergebnisse dieses Prozesses, sind aber nur dann nützlich, wenn das Führungsteam sie während des Besuchs versteht und aktiv nutzt.

Praktische Wege zum Risikomanagement

Führungskräfte können Risiken durch verschiedene praktische Strategien managen:

Vorbereitung und Einweisung
Erläutern Sie mögliche Gefahren, formulieren Sie klare Erwartungen und legen Sie angemessene Regeln oder Grenzen fest.
Effektive Aufsicht
Positionieren Sie das Personal strategisch, um die Gruppe zu überwachen, z. B. in kleinen Untergruppen, und platzieren Sie die Leiter vorne und hinten oder zwischen der Gruppe und potenziellen Gefahren.
Schutzmaßnahmen
Stellen Sie gegebenenfalls geeignete Kleidung, Ausrüstung oder Sicherheitsmaßnahmen bereit.
Gefahrenreduzierung
Gefahren sollten nach Möglichkeit beseitigt oder verringert werden, beispielsweise durch die Überprüfung von Veranstaltungsorten, die Freimachung von Zufahrtswegen oder die Sicherung gefährlicher Geräte.
Vermeidungs- und AlternativplänePlan B
Wenn die Risiken weiterhin inakzeptabel sind, sollte die Aktivität abgebrochen und durch eine vorher geplante Alternative ersetzt werden ().

Die Verantwortlichen sollten die Risiken und Vorteile während des gesamten Besuchs weiterhin beobachten und die Pläne anpassen, falls sich die Umstände ändern.

Rollen und Verantwortlichkeiten

Bildungsreisen sollten stets im Rahmen der Kompetenz und Erfahrung des Führungsteams geplant und durchgeführt werden. Klare Verfahren, angemessene Schulungen und Unterstützung durch die Basis tragen dazu bei, Risiken effektiv zu managen.

Informationen über Risiken und Kontrollmaßnahmen sollten dem Mitarbeiterteam und gegebenenfalls den Teilnehmern und Eltern mitgeteilt werden.

Überprüfung und Verbesserung

Nach dem Besuch sollten die Verantwortlichen überprüfen, wie effektiv die Risiken gemanagt wurden und welche Erkenntnisse gewonnen wurden. Dies sollte in EVOLVE im Bereich „Evaluation“ dokumentiert werden.

Diese Reflexion und Auswertung trägt zur Verbesserung der zukünftigen Planung bei und unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung sicherer und qualitativ hochwertiger Bildungsbesuche.

Links zu weiterführenden Informationen:

  • Institut für Outdoor-Lernen, Hochwertiges Outdoor-Lernen (2025), verfügbar unter https://www.evolveadvice.co.uk/hqol
  • OEAP-Nationalleitfaden
  • 4.3c Risikomanagement – ​​ein Überblick
  • 4.3f Risikomanagement – ​​Einige praktische Hinweise